Nachtspeicher austauschen

Bezüglich der CO2 Einsparung , vom Bundeskabinett beschlossen, dürfen viele Nachtspeicherheizungen ab dem Jahr 2020 nicht mehr betrieben werden und müssen somit abgeschafft werden.

Nachtspeicherheizungen sind elektrisch betriebene Heizungen mit einem eingebautem Wärmespeicher, welcher den Strom aus Schwachlastzeiten speichert und nach Bedarf abgibt. Der Strom aus Schwachlastzeiten ist der vergünstigte Nachtstrom. Um Nachtstrom nutzen zu können, wird ein spezieller Stromzähler benötigt, welcher den Strom zu Schwachlastzeiten protokolliert unabhängig vom normalen Stromzähler. Das System der Nachtspeicherheizungen ist total veraltet.

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Es sollen zunächst nur Nachtspeicheröfen in  Ein und Mehrfamilienhäusern mit mehr als 5 Wohneinheiten, welche nach dem 01. Januar 1990 in Betrieb genommen wurden gegen eine andere Heizanlange ausgetauscht werden. Umweltverbände fordern ein generelles Verbot von Nachtspeicherheizungen, da diese als absolut klimaschädlich gelten. Eine Nachtspeicherheizung erzeugt dreimal mehr CO2 Emissionen als normale Heizungsanlagen. Zudem wurden damals sehr oft Materialien wie Asbest und PCB haltig elektrische Bauteile in den Heizkörpern verarbeitet, was ein erhöhtes Krebs und Gesundheitsrisiko darstellt.

Die sofortige Umstellung jedoch auf  eine Öl oder Gasanlage ist aber sehr kostenintensiv! Bei einer Investition  von ca.  15 – 20.000 EUR für den Umbau einer solchen Heizanlage ist es sehr unwahrscheinlich dass der größte Teil der Verbraucher von Nachtspeicherheizungen  eine solche Summe in Zeiten von finanzieller Unsicherheit bezahlen kann und würde. Eine echte Alternative hierbei bietet der Umstieg auf Infrarotheizung. In den meisten Fällen ist der Austausch eines Nachtspeicherofens gegen eine Infrarotheizung sehr unproblematisch. Hinzu kommt, dass eine Infrarotheizung nur einen Bruchteil der elektrischen Energie braucht, welche von Nachtspeicheröfen verbraucht wird.

Die Infrarotheizung  kann an das vorhandene Stromnetz sofort eingesetzt werden, wodurch erhebliche Kosten wegfallen (für beispielsweise Sanierungsmaßnahmen, Verlegungen von  Rohrleitungen, Kamineinbauten, etc).

Die Anschaffungskosten sind um weites geringer als der Umbau zu Gas oder Öl!

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